Fußballverband Niederrhein e.V.
Kreis 11 - Rees - Bocholt

Rückrundenvorbereitung der Schiedsrichter und Assistenten 2017

20.02.2017

Rückrundenvorbereitung der SR/SRA des Kreis Rees/Bocholt

Autor: Jürgen Schroer

Im Anschluss an die Begrüßung der Teilnehmer folgte die Aufarbeitung und Besprechung der Beobachtungsergebnisse in der Hinserie der Oberliga bzw. Landesliga, die für den Kreis 11 durchaus als sehr positiv angesehen werden darf.

Dominik Hoffmann ging im Anschluss nochmals auf die Regeländerungen ein, die bereits seit Beginn dieser Saison gelten. Im Dialog mit den SR-Teams wurden die einzelnen Regeln nochmals erörtert und bisher gemachte Erfahrungen (und Bewertungen durch den Beobachter) wurden ausgetauscht. 

In einem Kurzreferat folgte ein Einblick von Dominik Hoffmann in die Rolle des SRs aus Sicht des Beobachters. Er erläuterte, dass es auch für einen Beobachter wichtig sei, sich auf das Spiel und das SR-Team einzustellen. Dies geschehe in 4 Phasen: vor, während und nach dem Spiel und im Anschluss zu Hause. Alle 4 Phasen wurden eingehend erläutert und inwiefern sich die Beziehung des Beobachters zum SR darstellen lässt. Eingehend wurde aber auch der Beobachtungsbogen als Maßstab näher erläutert und durch gezielte Fragen wollte Dominik Hoffmann von den SR/SRA wissen, welche Punkte sich hinter jedem einzelnen Punkt im Beobachtungsbogen verstecken und was genau der Beobachter hier bewertet (z.B. handelt es sich um die Spielbeschreibung und wird hier in einem Punkt schon gezielt der SR bzw. die SRA bewertet; welche Erwartung hat der Beobachter vom SR; hat der SR die richtigen „Mittel“ eingesetzt um das Spiel „leiten“ zu können; passten die persönlichen Strafen; war der SR die geforderte „Persönlichkeit“; war das Laufvermögen überdurchschnittlich gut; ...).

In einem Punkt zusammengefasst: ein sehr spannendes Referat mit der Schlussfolgerung:

Es darf keine Defizite geben!

Die Nachbereitung zu Hause und das Schreiben des Bogens umfasst ebenfalls einen sehr großen Zeitanteil für den Beobachter. In einer schön dargestellten Grafik wurde die Zeiteinteilung des SR-Teams und die des Beobachters gegenübergestellt.

Nach einer kurzen Pause, in der der KSA sich um das leibliche Wohl der Teilnehmer kümmerte, folgte ein Referat vom DFB-Bundesliga-SRA Marcel Pelgrim zum Thema „Der SRA im modernen Fußball“.

In einer kurzweiligen und mit vielen Fotos und Videos unterlegten Präsentation ging Marcel Pelgrim auf folgende Punkte näher ein:

-           Grundvoraussetzungen

-           Training: Körper und Geist fördern

-           Die Vorbereitung auf den Einsatz

-           Der „moderne“ SRA im Spiel

-           Nachbereitung

Zu den Grundvoraussetzungen zählen sicherlich die perfekte Regelkenntnis und die körperliche und geistige Fitness des SRA. Durch Praxisbeispiele, wie sie derzeit auf DFB-Ebene betrieben werden, erklärte Marcel Pelgrim, wie sich die SRA fit halten und was von ihnen gefordert wird. Dies waren für (fast) alle neue Erkenntnisse. Fitnesstests und –möglichkeiten, wie sie ein Fitnesscoach an die SRA weitergibt, wurden erläutert und empfohlen. 

Die Vorbereitung auf das Spiel nimmt jeder SRA (SR) unterschiedlich vor. Hierzu gab Marcel Pelgrim keine Empfehlungen ab, sondern zeigte nur einige Möglichkeiten auf. Ein kurzer Einblick auf eine Video-Plattform zeigte, wie sehr die SRA in den höheren Ligen durchleuchtet werden und wie später jede einzelne Szene für die Beobachtung herangezogen werden kann. Dies dient aber auch der Vorbereitung künftiger Spiele.

Im Anschluss zeigte Marcel Pelgrim das Verhalten eines „modernen“ SRA im Spiel. Dies beginnt mit der Fahnenhaltung, der Zeichengebung im „versteckten“ Spiel und der Fahnenzeichengebung, aber auch die Kommunikation in strittigen Situationen und das anschließende Zusammenspiel zur Konfliktlösung. Wie auch bei den vorherigen Punkten fand hier ein ausgiebiger Dialog mit den anwesenden SRn statt, der mit dem Fazit endete, dass ein „moderner“ SRA den SR stets unterstützt im Bereich seiner Möglichkeiten (in höheren Klassen auch dank elektronischer Hilfsmittel => neue Generation von Fahnensystemen).

Domink Hoffmann führte im letzten Punkt des Lehrgangs die praktische Schulung durch.

Es wurden durch die anwesenden SR Spielsituationen geschaffen, die sowohl Teamoffizielle, Spieler als auch Zuschauer darstellten und entsprechenden Einfluss auf das Spielgeschehen vornahmen. Ein vorher ausgewähltes SR-Team musste entsprechend eingreifen und die Spielsituationen bewerten und „entschärfen“. Ein alljährlicher Spaß für alle Teilnehmer!

Ein rundum gelungener 6-stündiger Lehrgang mit optimaler Vorbereitung auf die Rückrunde endete mit verdientem Applaus für die Lehrgangsleiter und Referenten.