Fußballverband Niederrhein e.V.
Kreis 11 - Rees - Bocholt

Vereinsdialog beim Reeser SV 1945 e.V.

Starkes Team mit klarer Vision und großem sozialen Engagement

08.01.2017
21.12.2016
Vor Beginn des Vereinsdialogs zeigten die Vereinsvertreter der FVN-Delegation die Platzanlage.

Beim dritten Vereinsdialog im Kreis Rees-Bocholt wartete eine Besonderheit auf die Gäste um FVN-Vizepräsident Jürgen Kreyer und dem Kreisvorsitzenden Peter Koch. Nachdem die Teilnehmer gemeinsam die Platzanlage und die Räumlichkeiten des Reeser SV unter die Lupe genommen hatten, präsentierte der Vereinsvorsitzende Dr. Michal El-Nounou den vereinseigenen Masterplan. Dieser beinhaltet beispielsweise kurz-, mittel- und langfristige Zielsetzungen im sportlichen Bereich. Durch neue Projekte und Kooperationen möchte man sich kontinuierlich weiterentwickeln. „Wir wollen langfristig gesehen zu den Top-Vereinen aus den Kreisen Rees-Bocholt und Kleve-Geldern gehören und haben uns diesbezüglich viele Gedanken gemacht.“, so Dr. Michal El-Nounou. Jürgen Kreyer zeigte sich sehr beeindruckt von dem umfassenden Plan des Vereins: „Ich finde es faszinierend, dass sie sich einen eigenen Masterplan entworfen haben. Die detaillierte Ausarbeitung spricht für die guten Strukturen im Verein. Besonders erfreut bin ich über die Tatsache, dass Sie sich neben einem sportlichen Ausbildungskonzept auch ein sozialpädagogisches Ausbildungskonzept überlegt haben.“.

Das sozialpädagogische Ausbildungskonzept spiegelt sich auch im großen Engagement des Vereins im Behindertensport wieder. Schon seit über 14 Jahren hat der Reeser SV eine eigene Behindertensport-Abteilung, die weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt ist. Edwin Irro (Leiter der Abteilung für Menschen mit Behinderung) und Dr. Heinzgerd Schott (Schriftführer der Abteilung für Menschen mit Behinderung) kommen ins Schwärmen, wenn sie über ihre Arbeit mit den Fußballerinnen und Fußballern sprechen. Obwohl Dr. Heinzgerd Schott eine weite Anreise nach Rees hat, kommt er seit vielen Jahren gerne in den Verein: „Mein Sohn spielt schon lange beim Reeser SV. Hier fühlt er sich sehr gut aufgehoben und sehr wohl. Der Reeser SV ist einer der wenigen Vereine, der sich in diesem Bereich so stark engagiert.“. Edwin Izzo ergänzt: „Wir richten beispielsweise auch einen Integrativ-Cup aus, bei dem behinderte Fußballer mit nichtbehinderten Fußballern zusammen spielen. Das funktioniert super und ist stets von einem fairen Miteinander und viel Respekt geprägt. Der schönste Lohn ist die Freude, die die Spielerinnen und Spieler dabei haben.“ Darüber hinaus hat der Reeser SV mit dem FC Horizont INT. noch eine Mannschaft in der eine Vielzahl von Flüchtlingen aus unterschiedlichsten Ländern gemeinsam mit Reesern zusammen spielt. Als 3. Mannschaft nimmt das Team in der Kreisliga C am Spielbetrieb teil.

Die Teilnehmer des Vereinsdialoges hatten Spaß bei den intensiven und konstruktiven Gesprächen im Vereinsheim des Reeser SV

Der Kreisvorsitzende Peter Koch freute sich über die Erkenntnisse und die Projekte des Reeser SV: „Wir sind hier um zu wissen wobei wir sie unterstützen können - nicht nur im sportlichen Bereich, sondern insbesondere auch bei der Arbeit mit Menschen mit Behinderung. Was sie dort leisten ist wirklich beachtlich. Wir wünschen uns, dass wir auch im Nachgang an den Vereinsdialog einen verstärkten Austausch haben, damit wir helfen können und wissen, was sie alles leisten. Nur wenn wir das wissen, können wir sie dabei unterstützen und darüber berichten.“.

Im Verlauf des Abends standen weitere Themen auf der Agenda. Neben dem Spielbetrieb wurde auch intensiv über die Möglichkeiten zur Gewinnung von Schiedsrichtern diskutiert. Die Vereinsvertreter möchten in diesem Bereich in Zukunft einiges bewegen - neue Schiedsrichter ausbilden lassen und sie langfristig an den Verein binden. Auch die Möglichkeiten der Vereine im Rahmen der Amateurfußball-Kampagne und FUSSBALL.DE wurden anschaulich erläutert und gemeinsam besprochen.

Dr. Michal El-Nounou war sehr zufrieden mit dem gemeinsamen Abend: „Vielen Dank für die Möglichkeit des Dialoges und an alle die daran beteiligt waren. Ein solcher Austausch ist sehr wichtig und bringt uns alle weiter. So eine Form der Kommunikation tut sehr gut, denn manchmal nimmt man die Möglichkeiten eines intensiveren Austauschs mit dem Kreis oder dem Verband gar nicht so wahr. Wir möchten die Zusammenarbeit intensivieren und freuen uns, dass wir unsere Projekte vorstellen konnten.“.

Die Teilnehmer des Vereinsdialoges beim obligatorischen Abschlussfoto

FVN-Vizepräsident Jürgen Kreyer sah dies ähnlich: „Auf den gegenseitigen Austausch legen wir großen Wert und werden dies auch in Zukunft tun. Ich habe mich sehr über die offene und ehrliche Art gefreut, mit der wir hier zusammen diskutiert haben. Wir durften heute viele neue Dinge kennenlernen. Wir drücken die Daumen, dass die gesetzten Ziele erreicht werden – bleiben sie dran! Ein großes Dankeschön für all das, was sie Woche für Woche für den Amateurfußball leisten.“.

Der Vereinsdialog beim Reeser SV 1945 e.V. war einer von 36 Vereinsdialogen die bis Ende 2016 im Fußballverband Niederrhein durchgeführt werden. Der Vereinsdialog ist ein essentieller Teil des DFB-Masterplans, der im Rahmen des Amateurfußball-Kongresses in Kassel 2012 durch die Basis des deutschen Fußballs entwickelt und beim DFB-Bundestag im Oktober 2013 final verabschiedet wurde. Kernziel des DFB-Masterplans ist die Zukunftssicherung des Amateurfußballs und besteht aus den drei Säulen „Kommunikation“, „Flexibilisierung des Spielbetriebs“ und „Vereinsservice“. Neben der Amateurfußball-Kampagne mit dem Slogan „Unsere Amateure. Echte Profis“ bildet der Vereinsdialog das Herzstück im Bereich der „Kommunikation“, um die Vereine, Kreise und den Landesverband bestmöglich für die Zukunft zu wappnen.